Lichtverschmutzung - Was ist das? Was kann ich tun?

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Ich habe den Versucht gestartet und einen Nachtfilter ausprobiert. Entschieden habe ich mich für den Nachtfilter von Matt Aust. Wie einige von euch wissen, habe ich lange überlegt, ob das überhaupt notwendig ist. Aber lest selbst, was ich für Erfahrungen gemacht habe.

Lichtverschmutzung

Was ist eigentlich diese Lichtverschmutzung?

Von einer Lichtverschmutzung spricht man, wenn der Nachthimmel durch künstliches Licht, wie zum Beispiel Straßenbeleuchtung. Das Licht wird dann durch die einzelnen reflektierenden Teilchen in der Erdatmosphäre gestreut. So ist der Nachthimmel nachts leuchtend orange. Das spiegelt sich auch in meinem Sternenfoto wieder.
(siehe: Astrofotografie ohne Filter)

Gibt es Orte ohne Lichtverschmutzung?

Ich bin dieser Frage einmal nachgegangen. Dazu habe ich mir die App LPM heruntergeladen und das einmal etwas genauer betrachtet. Ehrlich gesagt: so viele "dunkle" Orte gibt es in der Tat nicht. Natürlich ist es über dem Meer weitestgehend dunkel - zu mindestens solange keine Bohrinseln oder Schifffahrtswege dein Foto kreuzen. Aber es gibt auch auf dem Festland ein paar wenige Orte. Das betrifft größere Teile Mecklenburg-Vorpommerns, den Harz und den Schwarz Wald. In Nordrhein-Westfalen würde ich das mit der Astrofotografie vielleicht ausklammern. Denn selbst wenn es in einem Umkreis von 20km euch dunkel erscheint, kann der nächste Ort schon wieder eine Lichtverschmutzung auf euren Bilder sorgen.

Das habe ich schmerzlich erfahren müssen, als ich mich im März in das Ochsenmoor bei Diepholz begeben habe und dachte, dass es dort wirklich dunkel sei. Beim Betrachten meiner Bilder musste ich dann feststellen, dass sogar der nächste Ort 30km weiter noch für ausreichend Lichtverschmutzung sorgt. Auf dem Bild "Lichtverschmutzung 30km" kannst du das gut sehen. Also sucht euch einen wirklich dunklen Ort mit ausreichend Dunkelheit um den Fotospot herum. Die App LPM kann euch dabei sicher helfen.
 

Der Steckfilter °nachtlicht by Matt Aust

Matt verspricht in seinem Shop das durch den Einsatz seines Filter die Lichtverschmutzung reduziert werden kann. Der Filter reduziert die orangefarbenen Reflektionen im Nachthimmel. Somit kann die tatsächliche Dunkelheit hergestellt werden. In meinen beiden Beispielbildern lässt sich das ganz gut zeigen. In den Bildern Astrofotografie mit, bzw. ohne Filter kann man den Unterschied schnell entdecken. Meine Bedenken, dass die Sterne durch den Filter reduziert werden, konnten sich nicht bestätigen.

Die Strukturen und Kontraste konnten mit Hilfe des Filters deutlich rausgearbeitet werden. Mit dem Filter bin ich sehr zufrieden. Seit kurzem gibt es nun auch einen Filter von Haida. Den werde ich mir in Kürze noch einmal testen und einen kleinen Nachtrag liefern. 

Weißabgleich-Einstellungen

Das Glas des Filters einen leichten Farbstich, der sich einfach korrigieren lässt. Entweder passt man den Weißabgleich manuell an oder bearbeitet nachträglich das Bild mit Lightroom. Der Filter verringert die Belichtung um ca. 1/2 Blendenstufe, laut des Herstellers.

Fazit

Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Der Filter schafft wirklich klare Strukturen und reduziert die orangefarbenen Lichtteile deutlich. In naher Zukunft werde ich weitere Bilder von den Sternen und der Milchstraße posten - natürlich mit dem °nachtlicht-Filter.
 

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